DIE SACHE MAKROPULOS Theater Bonn

“Dafür liefert Janáček die oftmals virulente Orchesterfläche, die von besonderen kammermusikalischen und für Janáček typisch folkloristischen oder sentimentalen Momenten … aufgebrochen wird. Das Orchester ist der Zusammenhalt und liefert die tragische Grundierung, an die die Gesangsebene als völlig selbstständige Ebene andockt. Dieser wichtigen Aufgabe wird das Bonner Beethoven Orchester unter dem erst 27jährigen Ersten Kapellmeister Hermes Helfricht durch eine straffe, dichte und dennoch transparente Gestaltung wunderbar gerecht.“

 

Concerti, Sabine Weber, 08.04.2019

“…ist vor allem die pointierte Instrumentierung unter der musikalischen Leitung von Bonns erstem Kapellmeister Hermes Helfricht ein Highlight des Opernabends. Das Beethoven Orchester Bonn spielt Janáčeks rauschhaft überbordende Musik dramatisch und konzentriert mit vielschichtigem, impulsiven und fein austarierte Klang.“

 

Kultur extra, Ansgar Skoda, 09.04.2019

DER KAISER VON ATLANTIS Theater Bonn

“…angesichts des historischen Umfelds  und des Charakters dieser Musik.
Die ist bei Hermes Helfricht, dem neuen Ersten Kapellmeister der Bonner Oper, in hervorragenden Händen. Anders als … an der Kölner Oper legt Helfricht nicht das postmoderne Zitierverfahren bloß und stellt auch die abseitige Farbigkeit dieser Partitur kaum aus. In Bonn ist „Der Kaiser von Atlantis“ schwungvolle, trotz der nur 13 Instrumente momentweise sogar wuchtig daherkommende Theatermusik, berstend vor Kreativdrang und eigenwilligen harmonischen Lösungen, in Nachfolge etwa des späten Janacek oder des frühen Martinu.“

 

Die Deutsche Bühne, Andreas Falentin, 10.09.2018

“Dabei hat diese Bonner Produktion, entstanden in Kooperation mit dem Beethovenfest, ihre musikalischen Meriten. Unter Leitung von Hermes Helfricht trifft das Beethoven Orchester in Kammerbesetzung sehr gut die wechselnden Tonfälle Ullmanns, hinter denen die Zeitoper der 1920er Jahre aufblitzt im Nummernschema mit Blues und Choral.“

 

Online Musikmagazin, Stefan Schmöe, 10.09.2018

LE VIN HERBÉ Theater St. Gallen

“…drinnen darf man den wunderbar lyrisch intonierten Phrasen, Kantilenen und Wendungen lauschen, welche unter Hermes Helfrichts leitenden Händen mit betörender Wirkung erklingen, eine reizvolle Atmosphäre und mystisch entrückte Grundstimmung schaffen. Die Präsenz des jungen Dirigenten ist dabei genauso faszinierend (er atmet mit den Sängern – und spricht den Text stumm mit) wie das Spiel der acht Instrumentalisten des Vorarlberger Landeskonservatoriums, welche diesen bewegenden Klangkosmos Martins so souverän interpretieren, als sei diese Musik Teil ihres Standardrepertoires.“

 

oper aktuell, Kaspar Sannemann, 02.02.2018

LA BOHÈME Theater St. Gallen

“Die musikalische Leitung lag in den Händen eines ebenfalls sehr jungen Dirigenten. Hermes Helfricht, Kapellmeister des Hauses, atmete unverkennbar mit den Sängern, achtete auf Streicherglanz und ließ die orchestralen Bögen ausschwingen, ohne die Kontrolle über die Dynamik preiszugeben.“

 

Opernglas, T. Baltensweiler, 05.11.2017

“Das Sinfonieorchester St. Gallen setzt umgekehrt diese Inszenierung in eine facettenreiche Klangkulisse um. Gerade einmal 25 Jahre alt ist Hermes Helfricht. Fabelhaft, wie diesem jungen Dirigenten die Verzahnung von Handlung und Klang gelingt. Auch er lässt sich durch das Schwebende dieser Inszenierung anregen.“

 

Südkurier, Martin Preisser, 27.10.2017

NABUCCO Theater St. Gallen

“St. Gallens Kapellmeister Hermes Helfricht zeigt schon im  Vorspiel, wie genau er die Partitur studiert hat. Er fordert sehr viel vom Orchester – und erhält fast alles: fein ausgehorchte Soli, klangvolle, nie plärrende Tutti und vor allem einen erfrischenden, immer hochnoblen Zug. Auch den Gefangenenchor lässt er im zügigen Andante ohne falsche Sentimentalität vorwärtsschreiten.“

 

NZZ, Christian Berzins, 26.03.2017

“…wie überhaupt diese ganze Oper musikalisch gestaltet ist, ist besser kaum vorstellbar. Am Pult steht der erst fünfundzwanzigjährige Deutsche Hermes Helfricht, der das Orchester zu einer unglaublichen Trennschärfe und Präzision geführt hat, der es versteht, die dem Werk innewohnende fantastische Energie zu wecken und der Furor ebenso wie Zartheit berückend zu vermitteln weiß.“

 

Kronen Zeitung, Anna Mika, 16.03.2017

“Die Leitung im Orchestergraben hat Kapellmeister Hermes Helfricht, 25 Jahre jung und blitzgescheit – was seinem Dirigat in zügigen, vorwärtsdrängenden, aber nie hektischen zwei Stunden anzumerken ist. Von Anfang an versteht er die Wucht Verdis nicht als Lärm und Wüten, sondern als Verve. Blitzschnell zeichnet das Sinfonieorchester, mit Verdis Theatralik bestens vertraut, die Wechsel zwischen knalligen Effekten und schönen, schwelgerischen Kantilenen und adelt manche Trivialität der Partitur durch liebevolle Akkuratesse. Helfricht bringt ein Juwel zu Funkeln.“

 

St. Galler Tagblatt, Bettina Kugler, 13.03.2017

CARMEN Theater Erfurt

“Superb elegante Klanggemälde: Nicht nur rhythmisch präzise, von Anfang an mit vollem Einsatz und mit behutsamen Gesten dirigierte Hermes Helfricht … die voller Subtilitäten steckende Partitur einer weiter mustergültigen Carmen-Inszenierung. Dies zeichnete sich vor allem bei den allseits vertrauten ’Publikumsschlagern’ ab, die nicht herausposaunt wurden, sondern in denen jedem Detail in der Instrumentation gebührende Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Das Philharmonische Orchester der Landeshauptstadt sorgte am gestrigen Sonntagabend wieder mit seidigem Glanz für besonders elegante und timbriert strahlende Klanggemälde, in denen auch kleinste solistische Nuancen – wie des Fagotts, der Trompete oder der Harfe – deutlich herausgearbeitet waren.“

 

Amusio Musik Magazin, Dr. Hanns-Peter Mederer, 26.10.2015